Mattsee

Geografie

Geografische Lage
Gemeinde: Mattsee
Seehöhe bei Mittelwasser: 502,8 m ü.A.
Seefläche bei Mittelwasser: 3,6 km2
maximale Seetiefe: 42,0 m
Tiefenlinien
Volumen bei Mittelwasser: 61,4 Mio m³
Einzugsgebiet inkl. See: 12,2 km²
Ökoregion: Der Mattsee liegt im Bayrisch-Österreichischen Alpenvorland (AV)

 

Entstehung

Die aus Flysch bestehenden Erhebungen des Hauns- und Buchberges zerlegten den östlichen Teil des Salzachgletschers in einzelne Zungen, von denen eine das Mattseebecken bildete. Nach Abschmelzen des Mattseegletschers im Spätglazial bis zum Bühl-Stadial (18.500 – 18.000 v. h.) entstand ein einziger See, der Urmattsee, dessen Wasserspiegel mit 525 m etwa 25 m höher lag als heute. Die Entwässerung erfolgte nach Norden über die Talfurche von Astätt. Nach Stillstandslagen bei 510 m bis etwa 10.000 v. h. führte der Durchbruch der Mattig durch die Endmöräne nördlich des Grabensees zur Absenkung des Wasserspiegels auf die jetzige Höhenlage von 502,8 m ü. A. Dadurch erfolgte eine Dreiteilung des Ursees in Mattsee, Obertrumer See und Grabensee. Die Entwässerung erfolgte im Gegensatz etwa zum Wallersee immer nach Norden.


[SEEFELDNER, E. (1961): Salzburg und seine Landschaften – Verlag „Das Berglandbuch“ Salzburg, Stuttgart, 1-574]

 

Geologie

Der See liegt in der dem Flyschsockel aufgelagerten Moränenlandschaft des Mattseegletschers, einem Lappen des Salzachgletschers. Der Schlossberg in Mattsee und der Wartstein gehören zur Helvetischen Zone. Diese besteht vorwiegend aus leicht zerstörbaren Mergeln, doch sind fallweise harte Bänder aus Kalksandstein (Nummulitensandstein) mit viel Quarz eingelagert. Südlich davon liegt die Flyschzone aus Mergel, Sandstein, Tonschiefer und Kalk.

[SEEFELDNER, E. (1961): Salzburg und seine Landschaften – Verlag „Das Berglandbuch“ Salzburg, Stuttgart, 1-574, MARINGER, H.: Kleines Mattseebuch, Mattsee]

 

Aktueller Gewässerzustand

Der aktuelle Seenbericht

Wie im Vorjahr befindet sich der See mit 9 mg/m³ Gesamtphosphor im nährstoffarmen Bereich. Der Stickstoffgehalt von 140 mg/m³ liegt im  gewohnten Konzentrationsbereich.

Die Sichttiefe erreichte hervorragende 6,2 Meter.

Der kleine und relativ seichte Niedertrumer Teil des Sees ist ebenfalls im Bereich der Nährstoffarmut. Damit zeigt die kanaltechnische Entsorgung des angrenzenden Umlandes seine Effizienz.

Nach den Qualitätselementen „Trophie“ und „Algenplankton“ ist der Gewässerzustand des Mattsees mit „Sehr gut“ zu bewerten.

 

Sichttiefe Mattsee

Phosphorkurve Mattsee